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Vom Planeten Singapur hinein ins Chaos Indonesiens.
Ort: Medan (Sumatra), Indonesien.
Kilometerstand: 17.913 km
554 Tage unterwegs

Selten sind wir auf so große Gegensätze innerhalb so kurzer Zeit gestoßen - Singapur und Medan, unser erster Halt in Indonesien. Singapur eine organisiert, saubere und moderne Megacity. Die Stadt der Lichter, Skyliner und Shoppingmalls. Eine reiche Stadt, voller Touristen und erstaunlich grün. Nur eine begrenzte und kontrolliere Anzahl an Fahrzeugen darf ins Zentrum - selten war radeln in einer Großstadt so einfach, selten die Straßen in so guter Verfassung. Wir haben uns hier wie auf einem anderen Stern gefüllt - positiv angetan, dachten wir doch wir würden Großstädte nicht besonders mögen - aber in Singapur könnten wir uns durchaus vorstellen für ein paar Monate zu leben. Unvergesslich nicht zuletzt wegen unserer tollen Gastgeber aus Deutschland, die ihr Apartment mit uns teilten - Whirlpool auf Etage 31 mit Blick auf die Skyline, auf Etage 7 Schwimmingpool mit Tennisanlage - jehaaa! Radler-Paradies! Danke Michael und Consti!!!

Und nun stellt euch genau das Gegenteil vor - immer noch eine Großstadt, denn Medan ist die dritt größte Stadt Indonesiens (2.1 Millionen Einwohner). Absolut chaotisch, dreckig, laut - die Gebäude überschreiten nur sehr selten eine Höhe von 3 oder 4 Etaggen, die Straßen werden von kleinen Shops gesäumt. Der Verkehr ist Horror, alle fahren kreuz und quer, das Chaos wird durch ständiges und ausdauerndes Hupen begleitet, nach zwei Stunden flüchtet man entnervt in den nächsten KFC oder McDonalds um bei einem Eis und Klimaanlage zu entspannen - unter den neugieren Blicken aller Anwesenden. Nicht einen anderen (weißen) Touristen haben wir bisher gesehen und dementsprechend viel Aufmerksamkeit wird uns zuteil: "Miiistarrrr Miiiistarrrr, how are you? Can we take photo?". Die ganze Szenerie wird vom Gekicker und Gedrängel junger Damen begleitet. Wir waren auch im Kino - dem ältesten Medans - und die Angestellten fühlten sich sehr geehrt westliche Touristen zu Besuch zu haben.
Interessanter Weise gefällt uns diese Stadt ebenso gut wie Singapur. Ein ganz besonderer Flair von Leben und Geschäftigkeit umgibt die Stadt. Das Essen ist vielfältig, ausgesprochen lecker und so günstig, dass uns nichts von schamloser Völlerei abhalten kann - gerade mal für 3 Euro bekommen wir für uns beide zusammen ein tolles Abendbrot - in Singapur hat eine Pizza allein 12 Euro gekostet...

So unterschiedlich die beiden Großstädte doch sind, beides scheint auf seine eigene Art zu funktionieren - sehr faszinierend!
Nächstes Ziel: Lake Toba, dem größten Vulkansee der Welt, gelegen auf über 1000m - es wird also wieder bergig für uns!
Es grüßen euch ganz lieb Frank und Franka

Unendliche Palmenplantagen, eine Hochzeit und eine Perle der Westküste.
Ort: Medan (Sumatra), Indonesien.
Kilometerstand: 17.891 km
551 Tage unterwegs

Selten sind wir auf so große Gegensätze innerhalb so kurzer Zeit gestoßen - Singapur und Medan, unser erster Halt in Indonesien. Singapur eine organisiert, saubere und moderne Megacity. Die Stadt der Lichter, Skyliner und Shoppingmalls. Eine reiche Stadt, voller Touristen und erstaunlich grün. Nur eine begrenzte und kontrolliere Anzahl an Fahrzeugen darf ins Zentrum - selten war radeln in einer Großstadt so einfach, selten die Straßen in so guter Verfassung. Wir haben uns hier wie auf einem anderen Stern gefüllt - positiv angetan, dachten wir doch wir würden Großstädte nicht besonders mögen - aber in Singapur könnten wir uns durchaus vorstellen für ein paar Monate zu leben. Unvergesslich nicht zuletzt wegen unserer tollen Gastgeber aus Deutschland, die ihr Apartment mit uns teilten - Whirlpool auf Etagge 31 mit Blick auf die Skyline, auf Etagge 7 Schwimmingpool mit Tennisanlage - jehaaa! Radler-Paradies! Danke Michael und Consti!!!

Und nun stellt euch genau das Gegenteil vor - immer noch eine Großstadt, denn Medan ist die dritt größte Stadt Indonesiens (2.1 Millionen Einwohner). Absolut chaotisch, dreckig, laut - die Gebäude überschreiten nur sehr selten eine Höhe von 3 oder 4 Etaggen, die Straßen werden von kleinen Shops gesäumt. Der Verkehr ist Horror, alle fahren kreuz und quer, das Chaos wird durch ständiges und ausdauerndes Hupen begleitet, nach zwei Stunden flüchtet man entnervt in den nächsten KFC oder McDonalds um bei einem Eis und Klimaanlage zu entspannen - unter den neugieren Blicken aller Anwesenden. Nicht einen anderen (weißen) Touristen haben wir bisher gesehen und dementsprechend viel Aufmerksamkeit wird uns zuteil: "Miiistarrrr Miiiistarrrr, how are you? Can we take photo?". Die ganze Szenerie wird vom Gekicker und Gedrängel junger Damen begleitet. Wir waren auch im Kino - dem ältesten Medans - und die Angestellten fühlten sich sehr geehrt westliche Touristen zu Besuch zu haben.
Interessanter Weise gefällt uns diese Stadt ebenso gut wie Singapur. Ein ganz besonderer Flair von Leben und Geschäftigkeit umgibt die Stadt. Das Essen ist vielfältig, ausgesprochen lecker und so günstig, dass uns nichts von schamloser Völlerei abhalten kann - gerade mal für 3 Euro bekommen wir für uns beide zusammen ein tolles Abendbrot - in Singapur hat eine Pizza allein 12 Euro gekostet...

So unterschiedlich die beiden Großstädte doch sind, beides scheint auf seine eigene Art zu funktionieren - sehr faszinierend!
Nächstes Ziel: Lake Toba, dem größten Vulkansee der Welt, gelegen auf über 1000m - es wird also wieder bergig für uns!
Es grüßen euch ganz lieb Frank und Franka

fast wie zu Haus - aber eben nur fast
Ort: Cameron Highlands, Malaysia.
Kilometerstand: 17.079 km
529 Tage unterwegs

Unglaublich aber wahr - während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich im PULLOVER und langer Hose vor unserem kleinem Zimmer, mitten in den 'Cameron Highlands'. Nie hätte ich damit gerechnet, dass ich bei 20 Grad frier, aber hey, das sind deutsche Temperaturen!
Neben dem milden Klima und dem dichten Regenwald erfreuen wir uns auch der Gesellschaft von zwei weiteren Fernreiseradlern, Alex aus Deutschland und ihr Freund Jim aus Australien (cycling2charlie). Gemeinsam haben wir wunderschöne Radel-, Faulenz- und Wandertage verbracht. Danke, war schön! :)

Neben riesigen Teeplantagen werden hier auch allerlei Gemüsesorten und Erdbeeren angebaut - sehr zu unserer Freude! Heute Nachmittag haben wir uns einen Schokokuchen gegönnt - und hatten fast das Gefühl zu Hause zu sein - aber eben nur fast. Ein 'Hello Mister, Mister!' eines vorbeischlendernden Inders, der Ruf des Muezzin's der nächsten Mosche und der beeindruckend großen Skorpion neulich auf der Straße, erinnern uns deutlich daran, wie weit wir dann doch von zu Hause weg sind.

Unser nächste Ziel ist die Ostküste - also wieder zurück zur 'gewohnten' Hitze. Von dort soll die Reise Richtung Singapur weiter gehen, mit einem kleinen Abstecher nach Malakka, ein weiteres UNESCO Weltkulturerbe.
Es Grüßen euch ganz lieb,
Frank und Franka

Plan oder nicht Plan - das ist hier die Frage!
Ort: Penang, Malaysia.
Kilometerstand: 16.700 km
517 Tage unterwegs

Bei einer so langen Reise ist es ganz normal, dass man ohne festen Plan unterwegs ist. Man weiß grob wo man hin will (...Westen oder Süden...), aber WANN und WIE ist dabei sehr variabel. So ändert sich oft der Weg, den man eigentlich im Auge hatte.
So auch unsere Einreise nach Malaysia. Ursprünglich wollten wir mit einem Boot vom thailändischen zum malaysischen Festland. Aber es gab gerade kein Boot - Alternative: Boot nach Langkawi, ein Archipel aus über 100 Inseln. So nahmen wir eben dieses Boot - und waren am Ende sehr glücklich darüber. Pulau Langkawi, die Hauptinsel, ist zwar ein begehrtes Urlaubsziel, aber dennoch findet man günstige Unterkünfte und ruhige Strände. Generell gesprochen ist Malaysia allerdings teurer als Thailand. Am Ende haben wir viel Zeit im Meer verbracht, die Insel mit dem Moped erkundet, Franka hat ihrer ersten Blutegel eine mehr oder weniger freiwillige Blutspende zukommen lassen und jeden Tag haben wir den herrlichen Sonnenuntergang am Strand beigewohnt.
Nun sind wir auf Penang, ebenfalls eine Insel, nur etwas weiter südlich. Vor allem bekannt durch die historische Stadt 'Georgetown', auch ein UNESCO Weltkulturerbe. Untergekommen sind wir bei einer wunderbaren und vor allem Rad-begeisterten Familie.
Die Tage hier waren sehr ereignisreich, wir haben eine spannende Regierungswahl miterlebt, eine Radtour mit der Familie unternommen, Georgetown erkundet und zu Ehren des Männertags waren wir wandern - im Regenwald.

Zusätzlich haben wir auch viel Zeit in die Planung der nächsten Monate investiert. Eigentlich haben wir uns alles ganz einfach vorgestellt: nach Malaysia besuchen wir Singapur, Fähre nach Sumatra, anschließend Java und Bali um dann Mitte August irgendwie nach Australien überzusetzten (am liebsten mit einem Segelboot). So die Vorstellung. Die Realität sieht in diesem Fall mal wieder anders aus. Vor allem komplizierter. Eine Fähre in den Norden Sumatras scheint es nicht zu geben, Segelboote nach Australien gibt es jede Menge, aber Platz für zwei ausgewachsene Reiseräder leider nicht.
Kurzerhand haben wir uns für die günstigste und schnellste Methode entschieden: wir werden fliegen! Ebenso von Bali nach Darwin (Australien). Jetzt haben wir zum ersten Mal auf dieser Reise fixe Termine, wie aufregend!
Aber vorerst machen wir uns jetzt auf den Weg in die 'Cameron Highlands'. Gerüchten zufolge soll es dort bitterkalt sein, es wird von frostigen 25°C gemunkelt! Nichts wie hin!!!
Jumpa lagi!
Eure beiden Radler

2-jähriges Jubiläum und Land Nummer 23 - Hallo Malaysia!!!
Ort: Pulau Langkawi, Malaysia.
Kilometerstand: 16.416 km
497 Tage unterwegs

Ganz verbergen können wir es leider nicht, aber wie euch bestimmt schon aufgefallen ist, liegen 'wir etwas' hinter unserem ursprünglichen Zeitplan - in einem Jahr von Deutschland nach Indonesien. Nun, genau 2 Jahre sind vergangen seit unserem Start in Jena (inklusive 7 Monaten Arbeitspause in Österreich, also 17 Monate auf dem Rad), erreichen wir vorerst Malaysia - aber wie sagt man so schön: Gut Ding will Weile haben!

Aber zurück zu unseren letzten Wochen in Thailand: die haben wir ganz gemütlich mit Karen und Sebastian (Freunde aus Deutschland) verbracht. Neben einigen ganz entspannten Inseltagen auf Koh Phayam, einer 2-Tage Bootstour im Khao Sok Nationalpark inklusive einer Höhlendurchquerung (in der wir auch einen guten Teil schwimmen durften), haben wir mit den beiden auch das berühmt-berüchtigte thailändische Wasserfestival 'Songkran' gefeiert. Danke hier nochmal an die beiden für die Sherpa Dienste (sowohl Im- als auch Export) und natürlich die super schöne Zeit mit euch beiden! Ein mehr als gelungener Abschied von unserem sehr lieb gewonnen Thailand.

Meinem Knie wurden erfolgreich die Fäden gezogen und durch die Ruhephase mit Karen und Sebastian ist es nun auch wieder voll einsatzfähig. Seit zwei Tagen sind wir im Land Nummer 23 - diesmal haben wir die Grenze nicht auf unseren Drahteseln überquert, sondern sind mit dem Boot auf die Insel Kuala Langkawi übergesetzt.

Im nächsten Eintrag dann die ersten Eindrücke von Malaysia, bis dahin wünschen wir euch einen wunderschönen Frühling und stoßen mit euch aus der Ferne auf unsere 2-Jähriges an! Wir haben es hier mit den besten Burgern die wir jemals (!!!) hatten zelebriert - Alkohol ist im muslimischen Malaysia nicht gern gesehen - gerne passen wir uns an! Schließlich werden die Burger hier frisch und billig in kleinen, zahlreichen Straßenständen zubereitet :)
Eure/r Frank und Franka

Ein neues Thailand - Bangkok und der Süden
Ort: Ranong, Thailand.
Kilometerstand: 16.004 km
481 Tage unterwegs

Ein wenig skeptisch waren wir schon, hatten wir doch so viele gegensätzliche Meinungen über Bangkok, oder wie liebevoll von den Thais 'Stadt der Engel' genannt, gehört. Daher wollten wir uns ein eigenes Bild machen - und es hat sich durchaus gelohnt. Nun ist Bangkok natürlich der absolute Gegensatz zum bergigen, ruhigen Norden des Landes, aber es ist nun mal der politische und wirtschaftliche Brennpunkt Thailands. Lange würden wir es in dieser hektischen Metropole nicht aushalten, aber für ein paar Tage ist es interessant die riesigen Shopping-Malls gesäumt von Hochhäusern, die überfüllten Straßen mit all den 'Candy-Taxis' und das Gewimmel aus Bankern, Geschäftsleuten und Touristen auf sich wirken zu lassen.

Am Ende waren wir erleichtert die überfüllten, abgasreichen Straßen und die Hektik Bangkoks hinter uns zu lassen, auf in den Süden, Richtung Inseln und Strand. Leider passte Franka einen Moment nicht auf und stürzte mit dem Rad. Zum Glück alles halb so wild, aber die Knieverletzung musste im nahegelegen Krankenhaus genäht werden. Die Wunde wurde hervorragend versorgt, aber an Radfahren war zunächst nicht mehr zu denken. Lustiger weise gab es in dem Ort nur eine Übernachtungsmöglichkeit - ein Love-Hotel, buchbar stundenweise. Auch mal eine interessante Erfahrung, so ein Zimmer mit Spiegeln an allen Wänden und der Decke...
Nach einem Tag Ruhe konnten wir zwar weiter radeln, aber deutlich langsamer als geplant. Dummerweise hatten wir nur ein begrenztes Visa. In Hua Hin trafen wir zwei Freunde aus Thailand, Gigg und Aun, die uns zu sich nach Hause einluden (ihre Keramik: www.etsy.com). Mit den beiden verbrachten wir wunderschöne Tage und am Ende fuhren sie uns sogar bis nach Ranong, damit wir rechtzeitig unsere Visa erneuern konnten - vielen lieben Dank!

Heute wurden die Fäden gezogen, es sieht sehr gut aus und wir warten auf Karen und Sebastian aus Deutschland. Ab Morgen wollen wir mit den beiden ein paar entspannende Insel-Tage auf 'Koh Phayam' verbringen.
Da wir ja wissen, dass der Frühling in Deutschland auf sich warten lässt, schicken wir euch nur zu gerne etwas Wärme in die Heimat - hier ist es untypisch heiß für die Jahreszeit (sagen die Thais). Klimawandel Hallo!
Eure beiden, gerade nicht radelnde, Radler :)

The Cardamom Mountains
Ort: Kho Kong, Kambodscha.
Kilometerstand: 15.284 km
464 Tage unterwegs

In Siem Reap haben wir, wenn auch nur für kurze Zeit, einem anderen Transportmittel ausnahmsweise den Vorrang gegeben und die Räder wurden auf ein Boot geschnallt - auf ging's über den Tonlé Sap, dem größten Frischwassersee Südostasiens. Zur Trockenzeit nur 1m tief und mit 2.700qkm Fläche, schwillt er zur Regenzeit auf unglaubliche 15.000qkm an und erreicht eine Tiefe von bis zu 9m. Wir waren in der Trockenzeit unterwegs und dank zahlreicher anderer Passagiere durften wir auch zweimal das Boot wieder aus dem Sand herausschieben. So hatten wir auf der langen Fahrt zumindest eine Abkühlung.

In Battambang angekommen, übernachteten wir bei Sarin und seiner wunderbaren Familie. Am nächsten Tag schauten wir uns mit einem Tuk-Tuk die Umgebung an, entdeckten Fledermäuse und ein wenig Geschichte Kambodschas.

Der nächste Tourenabschnitt sollte einer der schönsten unserer bisherigen Reise werden: über die Kardamomberge bis ans Meer. Dieser Gebirgszug ist sehr ursprünglich, große Teile des dichten immergrünen Regenwaldes sind als Nationalpark ausgewiesen in denen sogar noch Elefanten, Tiger, Leoparden, Krokodile, uvm. zu finden sind.
Nur eine winzige, staubige, stellenweise grauenvolle Sandpiste ermöglicht die Durchquerung und so treffen wir auch nur auf wenig Verkehr, müssen an einigen Stellen sogar durch den Sand schieben. Dafür sind Ausblick und die Geräuschkulisse aus dem Regenwald atemberaubend und sind die Mühe allemal wert. Zum Glück sind wir nicht in der Regenzeit hier unterwegs...
Stellenweise hat die Regierung Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung frei gegeben, ob dies jedoch die illegale Abholzung und Wilderung einschränken wird, ist äußerst fraglich. Ranger kontrollieren die Wege und es wird mit harten Strafen gedroht, aber Korruption schränkt auch hier deutlich den Schutz des Gebietes ein.

Morgen früh geht es über die Grenze, dann entlang der Golfküste (wir sind am Meer!) bis nach Bangkok.
Es grüßen euch ganz lieb Frank und Franka.

Angkor - das Herz des einst mächtigen Khmerreiches.
Ort: Siem Reap, Kambodscha.
Kilometerstand: 14.964 km
453 Tage unterwegs

Angkor (was so viel wie 'Stadt' auf Khmer bedeutet) bildete vom 9. bis 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Reiches Kambuja. Heute ist sie der größte historische Tempelkomplex der Welt und seit 1992 UNESCO Weltkulturerbe.
Auf einem Gebiet von mehr als 200qkm wurden bereits mehr als 1000 Tempelanlagen und Heiligtümer entdeckt und es wird geschätzt, dass bis zu einer Million Menschen in dem Gebiet Angkors lebten. Denn die Bauten dienten nicht nur als heilige Stätten, sondern waren ganze Städte, die von verschiedenen Königen erbaut wurden.
Heute ist die größte Herausforderung für Kambodscha, den Touristenmassen (von ca 10.000 pro Tag) Herr zu werden. Gerade für Asiaten scheint dieses UNESCO Weltkulturerbe ganz oben auf der Löffelchen-Liste zu stehen.

Aber auch aus der Radfahrer-Ecke gibt es Neuigkeiten zu berichten. Wir sind, aufgrund der Weitläufigkeit des Gebietes, viel mit dem Rad unterwegs. Und eines schönes Abends stoppten uns zwei, ganz aufgeregt, mit den Worten: "We are cyclists as well!"
Und plötzlich waren drei Tage vergangen. Einfach so. Aber wenn Radfahrer erst einmal anfangen Geschichten auszutauschen, stundenlang über Karten hängen, Radfahrermacken diskutieren und Tipps und Tricks austauschen, da passiert es schon mal, dass man die Zeit vergisst. Mit Stefan und Tammy, beide allein unterwegs, hätten wir gerne mehr Zeit verbracht, aber leider sind sie in entgegengesetzter Richtung unterwegs. Lustiger Weise stellte sich heraus, dass wir mit Stefan schon E-Mail Kontakt (im Iran!) hatten - so klein ist die Welt.

Noch kurz unser Plan für die nächsten Tage: Mit einen Boot über den Tonle Sap See nach Battambang, dort wollen wir uns die berühmte Bamboo-Train ansehen. Weiter geht es Richtung Süden, hinein und über die Kardamon-Berge, angeblich eine der ursprünglichsten Gegenden Kambodschas. Danach über die Grenze zurück nach Thailand. Soweit der Plan :)

Liebe Grüße nach Deutschland, wir hoffen der Frühling lässt nicht mehr so lange auf sich warten! Bis dahin, hier ein paar Bilder aus dem Norden Thailands.
Eure beiden Radler

Ein "Sour-Sdey" aus Kambodscha.
Ort: Siem Reap, Kambodscha.
Kilometerstand: 14.802 km
436 Tage unterwegs

Kambodscha gilt heute als eines der ärmsten Länder der Welt, obwohl es noch Mitte des 20. Jahrhunderts als die 'Schweiz Südostasiens' bezeichnet wurde. Aber nach der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich 1953 beherrschten Bürgerkriege jahrzehntelang das Land, bevor der Vietnamkrieg und das Terrorregime der Roten Khymer wirtschaftlichen Verfall und zahlreiche Opfer unter der Bevölkerung mit sich brachten.

Korruption prägt das ganze Land und auch wir wurden an der Grenze Zeuge. Erst nach wiederholtem Nachfragen und nachdem Frank begonnen hatte die Daten des Beamten aufzuschreiben, gab er sich mit den offiziellen 20,- Dollar Visagebühren zufrieden, anstatt sich mit den zuvor geforderten 33,- Dollar selber in die Tasche zu wirtschaften...

Wir sind gerade in Siem Reap, ein kompleter Gegensatz zum Rest des Landes. Unzählige Hotelhochburgen stehen dicht an dicht. Aber auch wir sind gekommen um uns das UNESCO Weltkulturerbe 'Angkor Wat' anzusehen und ertragen daher die ungewohnten Touristenmassen und die höheren Preise.

Ohne Probleme kann man einige Tage mit der Erkundung des größten Tempelkomplexes der Welt verbringen - und so auch wir.
Bis dahin und wie immer mit ganz vielen lieben Grüßen, Frank und Franka.



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